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Dohma: Schloss Cotta


Schloss Cotta
Cotta A Nr. 19
01796 Dohma OT Cotta A

Historisches
Auch wenn man es Schloss Cotta nicht ansieht - es blickt auf eine lange Geschichte zurück. Diese begann um etwa 1000, als die Burggrafen von Dohna einen Gutsbezirk begründeten. In diesem entwickelte sich ein Vorwerk, welches 1307 schriftlich beurkundet wurde. Von 1445 bis 1517 trat die Rittersfamilie Rauber als Besitzer des Vorwerkes auf. Unter den Herren von Kospoth, die es 1517 übernommen hatten, wurde es in der Mitte des 16. Jahrhunderts zum Rittergut aufgewertet. 1661 verkauften sie das Rittergut Cotta an die Herren von Friesen. Diese veranlassten im folgenden Jahr den Neubau eines Schlosses, während das vormalige Schloss in der folgenden Zeit zum Brauhaus umfunktioniert wurde. Schloss Cotta verblieb bis 1821 im Besitz der Familie von Friesen und wurde in jenem Jahr von Gottfried Christoph Härtel ersteigert. Nach dessen Tod 1832 erbte seine Tochter Elwine Freifrau von Leyser Schloss und Rittergut, die das Schloss im folgenden Jahr im klassizistischen Stil umgestalten ließ. Mit ihrer zweiten Vermählung gelangte das Rittergut 1840 in den Besitz von Eduard von Burchardi. 1868 erfolgte der Verkauf an den böhmischen Baron Bradsky von Laboun.

Letzte Besitzerin war Dorothea von Eschwege, die 1895 den Umbau im Stil der Neorenaissance veranlasste und den Park anlegen ließ. Sie wählte einen Tag nach Kriegsende den Freitod und ihr Grundbesitz wurde unter Neubauern aufgeteilt.

1945
Ab 1945 erfolgte eine Nutzung des Schlosses durch die Konsumgenossenschaft als Schule.

Nachwendezeit
Die Nutzung als Schule wurde 1991 aufgegeben. Nach vierjährigem Leerstand erwarb die Gemeinde Cotta das Schloss, nach der Eingemeindung ging es an die Gemeinde Dohma über.

Heutige Nutzung
Für den Erhalt von Schloss Cotta engagierte sich ein Förderverein, der das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Dazu waren sind die schrittweise Sanierung sowie die Ausstattung des kleinen Schlossteiches mit einem Ruderboot vorgesehen. Das Vorhaben scheiterte, der Förderverein zog sich zurück. Schloss Cotta steht weiterhin leer. Das gegenüber stehende Kutscherhaus konnte 2015 von seinem desolaten Zustand befreit werden. Es wurde zunächst außen saniert.
(Stand: Dezember 2015)



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