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Hohnstein: Goßdorfer Raubschloss


Goßdorfer Raubschloss / Burg Schwarzenberg
Schwarzenberg
01848 Hohnstein OT Goßdorf

Historisches
Im Jahre 1372 wurde anlässlich einer Erhebung durch Kaiser Karl IV. die Burg Schwarzenberg erstmals urkundlich erwähnt. Sie gehörte dem böhmischen Adelsgeschlecht der Berken von der Duba und zählt aufgrund ihrer Lage auf dem etwa 50 m hohen Berghügel des Schwarzenberges zum Burgentyp der Felsenburgen. Die Burg wurde damals aus zweierlei Gründen errichtet: Einerseits diente sie als Sicherungsposten für die wichtige Handelsstraße, die zu jener Zeit  durch das Schwarzbachtal führte, andererseits diente sie der Sicherung der beiden Hauptburgen ihrer Besitzer, der Burg Wildenstein und der Burg Hohnstein.

Der Verfall der Burg Schwarzenberg, auch Burg Schwarzenbach genannt, begann vermutlich im frühen 15. Jahrhundert, als Heinrich von der Duba die Wildensteiner Herrschaft zufiel und er auf die Burg Wildenstein übersiedelte. 1443 kam die Burg an Sachsen. Zu dieser Zeit diente sie wiederholt Raubrittern als Unterkunft, woraus sich letztlich der heute eher bekannte Name Goßdorfer Raubschloss ableitete.

1858 ließ der Besitzer des Ulberndorfer Rittergutes auf den Fundamenten der ehemaligen Burg eine künstliche Ruine erbauen. In das Hauptgebäude wurden Teile der bis zu 2 m dicken historischen Mauern integriert. Neu erbaut wurde ein niedriger Rundturm, zwischen diesen beiden Gebäuden befinden sich Reste der Umfassungsmauern der Burg aus dem 14. Jahrhundert. Nicht mehr erhalten, da verschüttet, sind die Gewölbe sowie der Brunnen. Außerdem ist die Zugbrücke nicht mehr vorhanden. 2003 erfolgte eine Sanierung der Ruine, bei der ein Dach in das Hauptgebäude eingezogen wurde.

Heutige Nutzung
Das Goßdorfer Raubschloss dient heute hauptsächlich als Rastplatz.

HINWEIS! Selbst wenn ein Gebäude oder Grundstück als leer stehend beschrieben wird, berechtigt dies NICHT zum unbefugten Betreten!

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