Über "Sachsens Schlösser": Auslaufmodell Mittelalter


Über die erste Umstellung und das Wachsen des Portals

Vor nunmehr vier Jahren, im Jahre 2008, wurde der Umzug auf die heute bekannte und aktive URL vollzogen, ein Aufwand, der viele Nächte gekostet und tiefe Augenringe verursacht hat, aber mich dennoch nicht in die Kaffeesucht trieb, sondern überaus nützlich und notwendig war. Das Angebot ist für den Nutzer nicht nur übersichtlicher und leichter navigierbar geworden, auch die eigene Arbeit "hinter den Kulissen" hat sich deutlich vereinfacht, seit mit dynamischen Seiten gearbeitet wird und eine Änderung mit dem Klicken auf "speichern" sofort im Internet aufrufbar ist.

Noch gut erinnere ich mich an Markus' Worte, der meine damals unbeholfenen Fragen zur Funktionsweise einer Datenbank mit Mario Barths Halbzitat "Wenn man keine Ahnung hat…" kommentierte. Markus ist einer von denjenigen, denen ein Auftrag durch die Lappen geht, setzt Frau Laie sich ein Wochenende hin und befasst sich selber mit Datenbanken. Nach diesem einen Wochenende war die neue Homepage eingerichtet und das System der Bearbeitung per Selbststudium verinnerlicht. Die Übertragung und Gestaltung der einzelnen Beiträge, von denen jeder für sich mit gut zwei Dutzend Merkmalen zu seinem Erscheinungsbild versehen ist, konnte trotz der Neuaufarbeitung sämtlicher Fotos binnen weniger Wochen abgeschlossen werden. Während dieser Zeit waren beide Homepages abrufbar, so dass es zu keinen Ausfallzeiten in der Informationsbereitstellung kam.

Eine wichtige Frage bei der Neugestaltung war die der Sortierung. Unter welchen Gesichtspunkten sollte die Navigation aufgebaut werden? Jeder Mensch, der eine Homepage betreibt, wird vor diese Frage gestellt. Einerseits soll die Menü-Führung dem Publikum dienlich sein, andererseits muss sie sich auch in der gewünschten Form umsetzen lassen. So erscheinen beispielsweise zu viele Menü-Punkte oder zu viele Unter-Menüs unübersichtlich. Dies war der hauptsächliche Grund, weshalb die Entscheidung gegen die Variante der Sortierung nach Schlössern, Rittergütern, Burgen und Vorwerke mit ihrem jeweiligen Namen fiel. Eine weitere Variante, die bereits zuvor genutzt worden war, war die der Sortierung nach Postleitzahl-Gebieten, die allerdings nicht besonders sinnvoll erschien.

Die Entscheidung fiel letztendlich zugunsten der geografischen Sortierung nach den Orten, in denen sich das jeweilige Herrenhaus oder Palais befindet. Dadurch wird vor allem den Protagonisten, den altehrwürdigen Gebäuden, eine Heimat gegeben. In alphabetischer Auflistung erscheinen alle Orte Sachsens, die über ein Schloss oder Herrenhaus verfügen - oder einst verfügten, denn insbesondere in der Nachkriegszeit sind viele Schlösser und Herrenhäuser gesprengt und abgetragen worden. Diese Menüführung nützt vor allem denjenigen Nutzern, die wissen, in welcher Stadt und gegebenenfalls in welchem Ortsteil sich das von ihnen gesuchte Gebäude befindet.

Dem berechtigten Einwand, dass jemand zwar das Schloss Oberlichtenau kennen mag, als Ortsfremder Oberlichtenau jedoch nicht Pulsnitz zuordnen kann und somit das Schloss nicht unter den Orten, die mit O beginnen, auffindet, wird mit der Suchfunktion begegnet. Das Suchfeld an oberster Stelle der Website ermöglicht die unkomplizierte Eingabe und das schnelle Auffinden anhand mehrerer Merkmale, sei es der Name eines Schlosses oder das Dorf, in dem ein Rittergut steht, sei es der Name eines früheren Besitzers oder auch die Straße, die der Nutzer vielleicht zufällig weiß.

Einmal wurde ich im persönlichen Gespräch gefragt, warum auf "Sachsens Schlösser" kein Quellenverzeichnis angelegt ist. Die wichtigsten und meistgenutzten Quellen sind aufgeführt. Nun ist das erklärte Ziel von "Sachsens Schlösser" jenes, eine Plattform anzubieten, die bestrebt ist sämtliche vormals und noch immer vorhandenen Schlösser, Burgen, Palais, Rittergüter und Vorwerke aufzuführen. Jedes einzelne Objekt wird nachrecherchiert. Manchmal dauert das einen halben Tag, manchmal zieht sich diese Arbeit über mehrere Wochen hin. Als Grundlage dienen, soweit vorhanden, jeweils mehrere Quellen. Davon werden bevorzugt diejenigen genutzt, die öffentliche oder allgemeine Vertrauenswürdigkeit genießen und deren Angaben plausibel sind.

Die Entscheidung, kein ausführliches Quellenverzeichnis anzulegen, fiel bewusst. Dadurch würde nicht nur jeder einzelne Artikel überladen aussehen, die zusätzliche Arbeit stünde auch in keinem Verhältnis zum Anliegen des Portals, würde doch ein Quellenverzeichnis im Endeffekt länger als der eigentliche Inhalt ausfallen. Eine Vielzahl von Verlinkungen auf großen anderen Homepages und die Kooperation mit öffentlichen Einrichtungen zeigt, dass "Sachsens Schlösser" auch ohne ein ausführliches Quellenverzeichnis als seriös und unterstützenswert eingestuft wird. Dafür möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bedanken.

Mittlerweile werden auf dem Portal über zweitausendzweihundert Schlösser, Burgen, Festungen, Palais, Rittergüter, Herrenhäuser, Vorwerke und Wallburgen, die sich innerhalb des Freistaates Sachsen befinden, präsentiert. Betrachtet wird das sächsische Gebiet in seinen Grenzen seit 1990, so dass einige Schlösser und Rittergüter, die sich heute auf vormals polnischem, brandenburgischem, sachsen-anhaltinischen oder thüringischem Boden befinden, unberücksichtigt bleiben. Neben einem historischen Abriss, der mit der Erstnennung des Herrensitzes beginnt, ehemalige Besitzer aufzählt und besondere Ereignisse sowie die bedeutendsten baulichen Entwicklungen einschließt, liegt ein Schwerpunkt in der Betrachtung der Zeit ab 1945. Viele Eigentümer wurden nach Kriegsende enteignet und deren Grundbesitz aufgeteilt. Die sich nun anschließende Nutzung wird ebenso beleuchtet wie der momentane bauliche Zustand, Erhaltungsmaßnahmen und die derzeitige  Verwendung der Räumlichkeiten. Zur visuellen Unterstützung wird ein aktuelles Foto beigefügt. Im Idealfall, wenn zu einem Objekt ausreichend Hintergrundwissen zusammentragbar ist, umfasst der Beitrag zu einem Schloss oder Gutshaus all diese Punkte in einer allgemeinverständlichen Kurzbiografie.

HINWEIS! Selbst wenn ein Gebäude oder Grundstück als leer stehend beschrieben wird, berechtigt dies NICHT zum unbefugten Betreten!

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